Arbeitszeitrecht im Schichtplan (Österreich und Deutschland)
Welche gesetzlichen Grenzen FlowHR beim Einteilen prüft, woran sich das Land entscheidet und was passiert, wenn eine Schicht eine Grenze überschreitet.
Welches Recht gilt
Es gilt das Recht des Landes, in dem der Standort liegt — Österreich: Arbeitszeitgesetz (AZG) und Arbeitsruhegesetz (ARG), Deutschland: Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Ein Betrieb mit Standorten in beiden Ländern plant also jeden Standort nach seinem Recht. Ist beim Standort kein Land eingetragen, nimmt FlowHR den Arbeitsort der Person, danach den Firmensitz.
Das Land tragen Sie beim Standort ein: Einstellungen › Personal › Standorte, Feld Land.
Was geprüft wird
Österreich — gerechnet wird mit der ganzen Schicht:
- höchstens 12 Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche,
- mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten,
- mindestens 36 Stunden Wochenruhe mit einem ganzen freien Tag,
- im Schnitt 48 Stunden in der Woche — das ist nur ein Hinweis.
Deutschland — gerechnet wird mit der Schicht ohne die gesetzliche Mindestpause (30 Minuten ab mehr als 6 Stunden, 45 Minuten ab mehr als 9 Stunden):
- höchstens 10 Stunden am Tag,
- mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten,
- als Hinweis: mehr als 8 Stunden am Tag, der Ausgleich auf 8 Stunden im Schnitt über 24 Wochen, die Ruhepause in der Schicht und Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Sonntage und Feiertage sind im Wochenplan eigens gekennzeichnet.

Beim Einteilen
Schon beim Ausfüllen des Fensters prüft FlowHR die Schicht und zeigt eines von drei Ergebnissen:
- „Arbeitsrechtlich geprüft — nichts spricht dagegen.“
- „Diese Einteilung überschreitet eine gesetzliche Grenze.“ — dann speichern Sie nur mit dem Häkchen Trotzdem einteilen … und einem Grund. Die Ausnahme bleibt an der Einteilung sichtbar, mit Datum und wer sie gesetzt hat.
- „Arbeitsrechtlich nicht vollständig prüfbar.“ — es fehlen Angaben; Sie können speichern.
Hinweise sperren nie. Unter Welche Grenzen geprüft werden sehen Sie die ganze Liste.
Bei Ersatz, Zusage und Tausch
Wer bei einem Ausfall eine Grenze überschreiten würde, wird gar nicht erst gefragt. Bei einer Zusage über das Angebot und bei einem Tausch prüft FlowHR noch einmal — hier gibt es keine Ausnahme.
Geplant gegen Soll
Im Wochenplan steht bei jeder Person, wie viele Stunden geplant sind und wie viele ihr Arbeitszeitmodell vorsieht, etwa „38:30 / 40:00 h“. Wer überplant ist, steht in Bernstein. Das ist eine Warnung, kein Verbot. Ohne Arbeitszeitmodell steht dort „kein Soll“.
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